
Wer Plastikkarten, PVC-Karten oder personalisierte Ausweise direkt im eigenen Unternehmen drucken möchte, benötigt einen passenden Kartendrucker. Ob Mitarbeiterausweise, Zugangskarten, ID-Karten, Studierendenausweise, Mitgliedskarten oder Besucherausweise – mit einem professionellen Kartendrucksystem lassen sich individuelle Karten schnell und flexibel erstellen.
Doch welcher Kartendrucker ist für den eigenen Bedarf geeignet? Entscheidend sind unter anderem die gewünschte Druckseite, das Druckvolumen, die benötigten Sicherheits- und Codierfunktionen sowie die Frage, ob die Karten nur bedruckt oder zusätzlich mit einem Magnetstreifen, Chip oder RFID-Technologie ausgestattet werden sollen.
Besonders interessant für viele Unternehmen und Einrichtungen sind die Zebra Kartendrucker ZC100, ZC300 und ZC350. Die Modelle decken unterschiedliche Anforderungen ab – vom einfachen einseitigen Ausweisdruck bis zum anspruchsvollen beidseitigen Kartendruck mit erweiterten Codier- und Spezialeffekten.
PVC-Karten selbst bedrucken
Ein großer Vorteil eines eigenen Kartendruckers ist die Möglichkeit, Karten bei Bedarf direkt vor Ort zu produzieren. Statt vorgedruckte Karten in großen Mengen zu bestellen, können beispielsweise neue Mitarbeiterausweise unmittelbar nach dem Eintritt eines Mitarbeiters erstellt werden.
Das ist besonders interessant, wenn Karten regelmäßig personalisiert werden müssen. Name, Foto, Personalnummer, Abteilung, Barcode oder weitere Informationen können individuell auf die jeweilige Karte gedruckt werden.
Die Zebra ZC-Serie ist beispielsweise für PVC- und PVC-Verbundkarten ausgelegt. Die Modelle ZC100, ZC300 und ZC350 unterstützen Karten im CR80-Format und unterschiedliche Kartenstärken.
Kartendrucker kaufen: Worauf sollten Sie achten?
Vor dem Kauf eines Kartendruckers sollten einige grundlegende Fragen geklärt werden.
1. Einseitiger oder beidseitiger Druck?
Der erste wichtige Unterschied betrifft die Anzahl der bedruckbaren Kartenseiten.
Beim einseitigen Kartendruck befinden sich alle Informationen auf der Vorderseite. Das reicht beispielsweise für einfache Mitarbeiterausweise, Besucherausweise oder Mitgliedskarten.
Wer dagegen auf der Vorder- und Rückseite Informationen unterbringen möchte, sollte einen Duplex-Kartendrucker wählen. Auf der Rückseite können beispielsweise Kontaktdaten, Hinweise, Barcodes, QR-Codes oder Nutzungsbedingungen untergebracht werden.
Der Zebra ZC100 ist auf den einseitigen Kartendruck ausgelegt. Der ZC300 und der ZC350 sind dagegen auch für den beidseitigen Kartendruck erhältlich.
2. Farb- oder Schwarzweißdruck?
Kartendrucker können Karten sowohl vollfarbig als auch monochrom bedrucken.
Für Mitarbeiterausweise oder Studierendenausweise wird häufig der Farbdruck verwendet. Foto, Logo, Name und weitere Informationen lassen sich auf einer Karte kombinieren.
Für einfache Karten, bei denen lediglich ein Name, eine Nummer oder ein Barcode benötigt wird, kann dagegen ein monochromer Druck ausreichend sein. Gleichzeitig ist der Schwarzweißdruck deutlich schneller.
Die Zebra-Modelle der ZC-Serie unterstützen sowohl Farb- als auch Monochromdruck.
3. Wie viele Karten sollen gedruckt werden?
Auch das erwartete Druckvolumen spielt eine wichtige Rolle.
Wer nur gelegentlich einzelne Mitarbeiterausweise oder Besucherkarten erstellt, benötigt andere Leistungsreserven als ein Unternehmen, eine Universität oder eine Organisation, die täglich zahlreiche Karten produziert.
Bei größeren Mengen sollte deshalb auf die Druckgeschwindigkeit und die Kapazität des Karteneinzugs geachtet werden.
Die Zebra ZC300-Serie verfügt beispielsweise über einen automatischen Einzug für bis zu 100 Karten sowie eine Ausgabekapazität von ebenfalls 100 Karten.
Zebra ZC100, ZC300 oder ZC350 – welcher Kartendrucker passt?
Die drei Modelle lassen sich gut nach dem jeweiligen Einsatzbereich unterscheiden.
| Modell | Druck | Geeignet für | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Zebra ZC100 | einseitig, Farbe/Monochrom | einfache Mitarbeiterausweise, Besucher- und Mitgliedskarten | besonders einfach und kompakt |
| Zebra ZC300 | ein- oder beidseitig, Farbe/Monochrom | ID-, Zugangs-, Mitarbeiter- und Studierendenausweise | flexibel und vielseitig |
| Zebra ZC350 | ein- oder beidseitig, Farbe/Monochrom | anspruchsvolle ID-, Zutritts- und Smartcard-Lösungen | hohe Geschwindigkeit und umfangreiche Optionen |
Zebra ZC100 – der einfache Kartendrucker für einseitige Karten
Der Zebra ZC100 ist interessant, wenn hauptsächlich einseitige Plastikkarten produziert werden sollen.
Das Modell arbeitet mit einer Druckauflösung von 300 dpi und kann sowohl farbige als auch monochrome Karten bedrucken. Der automatische Karteneinzug fasst bis zu 100 Karten. Zebra gibt für den ZC100 eine Geschwindigkeit von bis zu 150 Karten pro Stunde im Farbdruck und bis zu 700 Karten pro Stunde im Monochromdruck an.
Damit eignet sich der ZC100 beispielsweise für:
- Mitarbeiterausweise
- Besucherausweise
- Mitgliedskarten
- Veranstaltungskarten
- einfache ID-Karten
Ein weiterer Vorteil ist die unkomplizierte Bedienung. Zebra positioniert den ZC100 ausdrücklich als einfach zu integrierenden Kartendrucker mit Plug-and-Play-Ausrichtung.
Der ZC100 ist besonders interessant, wenn:
Die Karten nur einseitig bedruckt werden müssen und eine möglichst einfache Kartendrucklösung gesucht wird.
Zebra ZC300 – der flexible Kartendrucker
Der Zebra ZC300 ist die vielseitigere Lösung innerhalb der drei Modelle. Er kann Karten ein- oder beidseitig in Farbe oder monochrom bedrucken.
Damit eignet er sich beispielsweise für Unternehmen, Bildungseinrichtungen oder Organisationen, die unterschiedliche Kartentypen produzieren möchten.
Neben klassischen ID-Karten unterstützt der ZC300 unter anderem Anwendungen für Zugangs-, Mitglieds-, Veranstaltungs- und weitere personalisierte Karten.
Auch die Integration von Codiertechnologien ist möglich. Je nach Ausstattung können beispielsweise Magnetstreifen sowie kontaktbehaftete oder kontaktlose Kartenlösungen eingesetzt werden.
Der ZC300 erreicht laut Zebra bis zu 200 Karten pro Stunde im einseitigen Farbdruck und bis zu 140 Karten pro Stunde beim beidseitigen Farbdruck. Im Monochromdruck sind bis zu 900 Karten pro Stunde einseitig möglich.
Der ZC300 ist besonders interessant, wenn:
Neben einfachen Ausweisen auch beidseitige Karten, Zugangskarten oder Karten mit zusätzlichen Codierfunktionen produziert werden sollen.
Zebra ZC350 – für anspruchsvolle Kartendruck-Anwendungen
Der Zebra ZC350 baut auf den Möglichkeiten des ZC300 auf und richtet sich an Anwender, die besonders flexible Druck- und Codiermöglichkeiten benötigen.
Auch der ZC350 unterstützt ein- und beidseitigen Druck sowie Farb- und Monochromdruck. Darüber hinaus können spezielle Farbbänder und Effekte eingesetzt werden, wodurch sich Karten individueller gestalten lassen.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Geschwindigkeit. Zebra gibt für den ZC350 bis zu 225 Farbkarten pro Stunde einseitig und bis zu 150 Farbkarten pro Stunde beidseitig an. Beim Monochromdruck sind bis zu 1.000 Karten pro Stunde einseitig möglich.
Auch bei den Codieroptionen bietet der ZC350 umfangreiche Möglichkeiten. Je nach Konfiguration können unter anderem Magnetstreifen, kontaktlose Technologien und Smartcard-Lösungen integriert werden.
Der ZC350 ist besonders interessant, wenn:
Hohe Flexibilität, zusätzliche Sicherheits- und Codierfunktionen sowie eine hohe Druckleistung gefragt sind.
Welche Karten können mit einem Kartendrucker bedruckt werden?
Professionelle Kartendrucker sind vor allem für standardisierte Kunststoffkarten ausgelegt.
Bei der Zebra ZC-Serie gehören unter anderem PVC und PVC-Verbundkarten zu den unterstützten Materialien. Die Karten können je nach Modell und Konfiguration unterschiedliche Stärken aufweisen.
Typische Karten sind:
- PVC-Karten
- PVC-Verbundkarten
- CR80-Karten
- ID-1-Karten
- Magnetstreifenkarten
- Smartcards
- kontaktlose Karten
- RFID-Karten
Wichtig: Nicht jede Karte kann automatisch mit jedem Kartendrucker verwendet werden. Vor dem Kauf sollten Kartenformat, Material, Stärke und gegebenenfalls die gewünschte Codiertechnologie geprüft werden.
Mitarbeiterausweise mit einem Kartendrucker erstellen
Mitarbeiterausweise gehören zu den häufigsten Anwendungen für Kartendrucker.
Auf einer typischen Mitarbeiterkarte können beispielsweise folgende Informationen enthalten sein:
- Firmenlogo
- Mitarbeiterfoto
- Vor- und Nachname
- Personalnummer
- Abteilung
- Funktion
- Barcode oder QR-Code
- Gültigkeitsdatum
- Sicherheitsmerkmale
Für einfache Ausweise kann ein ZC100 ausreichend sein. Wenn zusätzlich die Rückseite bedruckt oder eine Zugangstechnologie integriert werden soll, sind ZC300 oder ZC350 die interessanteren Lösungen.
Zugangskarten und Zutrittskarten drucken
Bei Zugangskarten reicht das reine Bedrucken der Karte häufig nicht aus. Die Karte kann zusätzlich über einen Magnetstreifen, einen Kontaktchip oder eine kontaktlose Technologie verfügen.
Hier ist deshalb wichtig, zwischen Kartendruck und Kartencodierung zu unterscheiden.
Der Drucker bringt die sichtbaren Informationen auf die Karte. Die integrierte Codieroption kann dagegen dafür sorgen, dass beispielsweise eine kontaktlose Karte mit den benötigten Daten beschrieben wird.
Für solche Anwendungen sollte bereits vor dem Kauf geklärt werden, welche Technologie das vorhandene Zutrittskontrollsystem verwendet.
Studierendenausweise und Bildungseinrichtungen
Auch Universitäten, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen profitieren von einem eigenen Kartendrucksystem.
Studierendenausweise können beispielsweise Foto, Name, Matrikelnummer, Studiengang und Gültigkeitszeitraum enthalten. Auf der Rückseite können zusätzliche Informationen, Barcodes oder Hinweise untergebracht werden.
Wenn zusätzlich Funktionen wie Bibliothekszugang, Bezahlsysteme oder Zutrittskontrolle integriert werden sollen, ist eine entsprechende Codieroption entscheidend.
Für einfache einseitige Studierendenausweise kann der ZC100 interessant sein. Bei beidseitigem Druck oder zusätzlichen Codieranforderungen sind ZC300 und ZC350 die flexibleren Alternativen.
Kartendrucker und Kartensoftware
Neben dem Drucker selbst wird eine geeignete Software benötigt, um die Karten zu gestalten und zu personalisieren.
Bei Zebra-Kartendruckern kann beispielsweise Zebra CardStudio eingesetzt werden. Die Software ermöglicht die Gestaltung und Ausgabe von ID-Karten und kann damit Bestandteil einer kompletten Kartendrucklösung sein.
Je nach Anwendung können Daten aus bestehenden Systemen übernommen werden. Dadurch lassen sich beispielsweise Mitarbeiterdaten oder Studierendendaten mit einem Kartendesign verbinden.
Für Unternehmen ist es sinnvoll, bereits vor dem Kauf zu prüfen, welche Software eingesetzt werden soll und ob eine Anbindung an vorhandene Datenbanken oder Systeme notwendig ist.
Kartendrucker kaufen: ZC100, ZC300 oder ZC350?
Eine einfache Orientierung:
Zebra ZC100, wenn ein unkomplizierter, einseitiger Kartendrucker für Mitarbeiterausweise, Besucherausweise oder Mitgliedskarten gesucht wird.
Zebra ZC300, wenn ein flexibler Kartendrucker für ein- und beidseitige Karten sowie zusätzliche Codiermöglichkeiten benötigt wird.
Zebra ZC350, wenn besonders hohe Flexibilität, zusätzliche Spezialeffekte, umfangreiche Codieroptionen und eine höhere Druckleistung gefragt sind.
Den passenden Kartendrucker finden
Welcher Kartendrucker der richtige ist, hängt weniger vom Drucker allein als von der geplanten Anwendung ab.
Für einfache einseitige Mitarbeiterausweise und ID-Karten bietet der Zebra ZC100 eine unkomplizierte Lösung. Wer beidseitige Karten, Zugangskarten oder umfangreichere Funktionen benötigt, ist mit dem ZC300 flexibler aufgestellt. Der ZC350 richtet sich an Anwender, die hohe Geschwindigkeit, spezielle Druckmöglichkeiten und umfangreiche Codieroptionen benötigen.
Neben dem Drucker sollten beim Kauf immer auch PVC-Karten, Farbbänder, Kartensoftware und gegebenenfalls Codiermodule berücksichtigt werden.
Wenn Sie noch nicht sicher sind, welcher Kartendrucker zu Ihrer Anwendung passt, sollten vor allem diese Fragen geklärt werden:
- Sollen die Karten ein- oder beidseitig bedruckt werden?
- Wird Farbe oder nur Schwarzweiß benötigt?
- Wie viele Karten werden pro Tag oder Monat gedruckt?
- Welche Kartenstärke und welches Kartenmaterial werden verwendet?
- Werden Magnetstreifen, RFID oder Smartcards benötigt?
- Soll die Karte nur bedruckt oder zusätzlich codiert werden?
- Welche Software wird für Gestaltung und Personalisierung eingesetzt?
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